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Ihr wollt im September nach Thailand fliegen? Ist da nicht Regenzeit?
Diese und andere skeptische nachfragen haben wir erhalten, als wir unsere Reisepläne kundtaten.

Aber ja, denn wir wollen ein Surfcamp besuchen und die Surfsaison ist nun mal in der Regenzeit.

Surfen in Thailand ist für viele immer noch ein Geheimtipp. Denkt man für einen Surftrip doch eher an Bali, Australien oder Hawaii. Aber Thailand, vor allem Phuket, hat ein paar tolle Ecken um das Wellenreiten zu lernen. Surfen zu lernen stand schon lange auf Alex Bucketlist – also musste der Punkt auch endlich mal erfüllt werden. Mit viel Sonnencreme und einer Freundin im Gepäck haben wir uns auf den Weg nach Phuket gemacht.

Wir müssen beide ehrlich gestehen, wenn wir nicht zum Surfen gekommen wären, hätten wir Phuket wohl nie einen Besuch abgestattet. Zu touristisch und zugemüllt – da hatten wir eigentlich eher weniger Lust drauf. Das Image des „Malle in Südostasien“ hat das noch bekräftigt. Dass wir von Phuket so begeistert sein werden, haben wir beide nicht erwartet. Wahrscheinlich trifft das Image überwiegend in der Hauptsaison zu. In der Regenzeit waren wenig Touristen unterwegs und die Restaurants teilweise leergefegt, wenn wir zum Essen kamen. Wir haben allerdings Patong – der Partymeile – keinen Besuch abgestattet, was uns eine relativ ruhige Reise bescherte.

Regenzeit in Phuket – was bedeutet das?

Dauerregen? Fehlanzeige. Es hat ab und zu einen kurzen Schauer gegeben, die nicht einmal eine Stunde anhielten. Diese Regenschauer traten alle 2-3 Tage und meistens einmal am Tag auf. Manchmal waren wir morgens oder abends noch im Zimmer und haben nicht mal mitbekommen, dass es regnet. Manchmal waren wir gerade essen oder bei einer Massage – da hat der Regen auch nicht gestört. Wir waren nur einmal mitten im Regen und hatten für diesen Fall ein Regencape dabei. Unter Regenzeit haben wir uns etwas anderes vorgestellt – die Leute in unserem Umfeld übrigens auch.
Durch den Regen schießt die Luftfeuchtigkeit in die Höhe und es gibt auch mehr Mücken als in der Trockenzeit, deshalb solltet ihr ein gutes Spray einpacken. Wir würden das reisen in der Regenzeit aber jederzeit wiederholen. Weniger Touristen und günstigere Preise (Hotels bis zu 40 % günstiger) haben uns Willkommen geheißen.

Der Kata Beach – unser Zuhause für eine Woche

Für eine Woche nisten wir uns am Kata Beach ein. Hier haben wir das Surfcamp gebucht. Ich muss sagen, ich hatte mir „Surfcamp“ irgendwie anders vorgestellt. Mit mehr Leuten, die Abends zusammen ein Bierchen am Lagerfeuer trinken. War dann aber gar nicht so, was aber nicht weiter schlimm ist. Es wurde von der Surfschule für uns drei ein Hotel gebucht. Wir hatten ein Spezial Paket gebucht. 5 Tage surfen & 5 Nächte im Hotel, 2 Stunden Surfen am Tag und kostenfreiem ausliehen von Equipment, wenn man es nutzen möchte.
Das Hotel war das Kata Hiview Resort, nur 5 Gehminuten vom Strand entfernt. Unter einem Resort haben wir uns etwas anderes vorgestellt, aber das spielte keine Rolle, denn wir waren ja direkt am Strand.
Was uns gut gefallen hat ist, dass jeder einen persönlichen Coach hatte. Ob das so ist, weil wir die einzigen drei Schüler in dem Zeitraum waren, oder ob sie das immer so handhaben, können wir leider nicht sagen. So hatten wir jedenfalls 2 Stunden täglich persönliches intensives Training. Nach den zwei Stunden hatten wir Freizeit.

Der Kata Beach ist ein wirklich toller Anfänger Strand, mit relativ leichten Wellen. An manchen Tagen hatte es aber auch wirklich starken Wellengang. Gerade an den ersten zwei Tagen, wurden wir mit dem Roller ein Stück weiter nördlich des Strandes gefahren, da die Wellen dort etwas ruhiger waren. Alleine die Fahrten mit dem Roller waren eine Besonderheit für sich. Wer in Thailand schon Roller gefahren ist, weiß, wovon wir reden.

Wie lange sollte man ein Surfcamp buchen?

Die 5 Tage empfanden wir als Ideal. Wir hatten am dritten Tag schon ziemlich gequengelt und hätten uns einen Tag Pause zwischendurch gewünscht, aber man braucht ein paar Tage um hereinzukommen und sich stetig zu verbessern. Der letzte Tag war für uns alle auch der beste – wir hatten einfach einen riesigen Spaß auf den Wellen.
Zum Abschluss gab es noch ein fantastisches Essen mit allen Mitarbeitern der Schule. Wir sind erst mit einem Tuktuk 10 Minuten in irgendeine Gasse gefahren worden, zu der wir selbst wahrscheinlich nie gefunden hätten. Vor Ort gab es dann ein All-you-can-eat für nur 200 Baht (knapp 6 €) – was wirklich günstig ist! Für Vegetarier war hier allerdings die Auswahl überschaubar. Das Buffet punktete mit viel frischen Fisch und einer Auswahl an undefinierbarem Fleisch. Alex hatte jedenfalls seinen Spaß sich durchzuprobieren. Der Abend war super lustig. Es waren auch zwei Japaner dabei, welche schon seit Jahren zum Surfen an den Kata Beach kommen. Wir haben versucht uns unsere Sprachen näherzubringen und es wurde wirklich viel gelacht. Solche Abende mit locals machen eine Reise oft zu etwas ganz besonderem. Jedenfalls werden wir diese Woche am Kata Beach so schnell nicht vergessen.

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