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Kuba

Oldtimer in der Karibik

Kuba – ein Land das eigentlich nicht wirklich auf meinem Schirm gewesen ist.

Klar, Kuba kennt man. Man sagt diesem Land einen unbeschreiblichen Flair nach und dennoch habe ich immer lieber anderen Ländern hinterher geträumt. Als jedoch eine Freundin (Hallo an Ines von Locally Abroad) nach Kuba ausgewandert ist, haben Alex und ich beschlossen doch einmal hinzureisen. Und wir haben es nicht bereut.

Einreise
Für die Einreise benötigt ihr einen gültigen Reisepass und ein Visum. Das Visum für Kuba nennt sich Touristenkarte und diese besteht aus zwei Teilen. Eine für die Ein- und die andere für die Abreise. Die Touristenkarte ist für 30 Tage gültig.
Wir haben unsere Touristenkarte mit unseren Flugtickets bekommen. Ansonsten ist diese über Reisebüros oder die kubanische Botschaft erhältlich.
Für die Einreise benötigt ihr auch eine Auslandskrankenversicherung. Es ist wichtig, dass ihr eine Versicherungsbestätigung auf Spanisch dabei habt. Es ist eigentlich Pflicht diese vorzuzeigen, wir wurden aber nicht danach gefragt.
Es wird oft auch gerne nach der ersten Adresse vor Ort sowie das Rückflugticket geschaut. Bei uns wurde aber tatsächlich nur der Reisepass mit der Touristenkarte überprüft.

Die Währung
Zuerst einmal muss man wissen, dass es in Kuba zwei verschiedene Währungen gibt.
Den kubanischen Peso (CUP) und den Peso Convertible (CUC). Als Reisender zahlt man immer mit CUC, die Einheimischen zahlen überwiegend mit CUP. Das Verhältnis beträgt ca. 1 CUC = 24 Peso. Eintritte in z. B. Museen sind für Touristen erheblich teurer als für Einheimische. So kostete zum Beispiel der Eintritt für die Buchmesse in Havanna 8 CUC und für Einheimische 3 Peso.
Das Taxi fahren ist mit Pesos auch wesentlich günstiger, durch unsere Freundin hatten wir einige Peso mit denen wir immer für ca. 10 Peso Taxi gefahren sind. Wir sind oft durch die Peso sehr günstig weggekommen, jedoch ist dies normalerweise den Einheimischen vorbehalten.
Geht davon aus, dass ihr immer überall mit CUC zahlen werdet.

Die Unterkunft
Ich empfehle (wie mit Sicherheit jeder andere Reiseblogger) eine Casa Particulae zu mieten. Dabei handelt es sich um eine Privatunterkunft. Viele Kubaner haben eine Lizenz zum Zimmer vermieten. Das schöne ist, ihr erlebt den Kubanischen Flair hautnah! Für ein wenig Geld extra, werdet ihr öfter auch bekocht – und das nicht zu knapp!
Für ca. 10 CUC pro Person haben wir z. B. Gegrilltes Hähnchen, Bohnen, Reis, Bananenchips, Süßkartoffelchips, viel frisches Obst sowie Tomaten/Gurken bekommen. Wir haben nicht mal alles aufgegessen.
Solltet ihr vorab eine Casa reserviert haben so wundert euch nicht, wenn ihr einmal einfach weiter zu einer anderen Casa geschickt werdet. Oft sind die Casas voll. Es kommt auch vor, dass man einfach ein paar Meter weiter geschickt wird. Es gibt wirklich viele Casas, diese sind an der Haustür mit einem blauen Anker gekennzeichnet.

Sprache
Die Landessprache in Kuba ist spanisch und es sprechen sehr wenige Leute dort Englisch. Wir sprechen beide kein Spanisch, hatten aber Glück, da wir ja jemanden vor Ort kannten. Manchmal hat man aber Glück, denn vor allem die jungen sprechen dann doch mal Englisch oder die alten sogar ein wenig deutsch.

Beste Reisezeit
Wir waren von Februar bis März dort. Es war sehr heiß, aber angenehm, durchschnittlich um die 27-30°. Es ist allerdings auch die Hauptsaison (Dezember bis April) und entsprechend teurer. Von Juli bis Oktober ist die Hurrikanaison, wenn es sich vermeiden lässt, sucht euch lieber einen anderen Zeitraum raus. Ansonsten kann man nicht wirklich was Falsch machen, das ganze Jahr über herrschen um die 28°. Den Kubanern ist schon kalt, wenn es „nur“ 22° hat.

Internet
Internet? Was ist Internet? In Kuba hatten wir tatsächlich kein einziges mal Internet, das empfanden wir aber nun auch nicht als so dramatisch. Tatsächlich gibt es nur bestimmte Hotspots in den großen Städten. Dort tummeln sich dann alle mit ihren Smartphones und Laptops. Man hat diese Plätze schon einfach an den Massen der Menschen gesehen, die auf ihre Bildschirme gestarrt haben. Internet zu Hause zu haben ist eine absolute Seltenheit.
In Hotels hat man angeblich noch das größte Glück, sollte man auf eine vernünftige Internetverbindung legen. Da wir aber nicht in einem Hotel waren, kann ich das nicht bestätigen.

Gastgeschenke
Uns wurde gesagt: Es gehört sich der Casa Vermieterin ein Geschenk mitzubringen. Wir haben uns erkundigt was in Kuba gut ankommt: Kugelschreiber, Gummibärchen und Hygienemittel sind besonders beliebt. Letztere einfach, weil sie so teuer sind. Also haben wir ein nettes Duschset verpackt mit Naschereien mitgebracht und es kam super an. Macht euch Gedanken, was ihr mitbringen könntet, Sachen die für uns selbstverständlich sind bekommt man in Kuba nicht so einfach.

Unterwegs mit dem Bus
In Kuba kann man gut mit dem Bus fahren. Wir sind zum Beispiel mit Viazul gefahren und empfanden es als sehr angenehm, da diese auch klimatisiert sind. Bedenkt, dass das Fahren mit Bus, Taxi oder Mietwagen immer etwas länger dauert, da die Straßen nicht so gut ausgebaut sind. So haben wir für eine Strecke von ca. 180 km (Havanna – Viñales) um die drei Stunden gebraucht.
Bei der Busfahrt mit Viazul zahlt man mit CUC, deshalb ist man eigentlich ausschließlich mit Touristen unterwegs. Ich empfehle vorher die Bustickets zu reservieren, wenn du schon eine ungefähre Ahnung hast wie deine Resieroute sein wird. Ich hatte die Bustickets ganz bequem von zu Hause über die Website von Viazul bestellt.

Der kubanische Standard
Kuba ist ein sehr armes Land und wenn man nicht gerade in Varadero ist, spürt man das auch richtig. Strom ist nicht immer verfügbar und so muss man auch das benutzte Toilettenpapier in den Mülleimer werfen und nicht die Toilette hinunterspülen, da sonst die Rohre verstopfen. Die Häuser und Autos sind kaputt, es gibt nur das nötigste an Essen und oft sind bestimmte Lebensmittel sehr lange nicht verfügbar. Als wir da waren, gab es bereits seit zwei Wochen kein Salz und wer weiß wie lange noch. Es wird immer gekauft was es gibt, ob man es braucht oder nicht. Es könnte ja nächste Woche das Produkt schon wieder für eine längere Zeit nicht geben. Wenn man nach Kuba fährt sollte man seine persönlichen Ansprüche zurückschrauben, denn sonst kann es passieren dass man sich unwohl fühlt und den Trip nicht genießen kann.
Wenn ihr euch aber darauf einlasst, werdet ihr um ein Abenteuer und viele Erfahrungen reicher.

Unsere persönlichen Favoriten

Santa Monica Beach
Viñales
Im Oldtimer fahren
frischer Ananassaft
die Gassen Havannas

Kosten:

Durchschnittliches Tagesbudget: ca. 60 Euro pro Person (bei zwei Personen und einem 3 Wochen Aufenthalt inklusive Flügen, Unterkünfte, Transport, Touren, Verpflegung sowie Eintrotte).

Alle Blogartikel zu Kuba

  • Immer wenn das ich das Lied von Camilla Cabello im Radio höre muss ich beim Refrain unweigerlich an unseren Havanna Aufenthalt denken. In Havanna haben wir gut 2 1/2 Wochen verbracht und hatten (das erste Mal in einem Urlaub) so

  • Ochsenkarren fahren an uns vorbei, die Leute nicken uns höflich zu und plötzlich stehen wir auf einem kleinen Wanderpfad und sind uns nicht sicher, wo wir gelandet sind. Wir haben kaum noch Wasser, da es an diesem Tag kein Wasser

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