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Indonesien

Über 17.000 Inseln am Feuerring

Vorab möchte ich auf die tolle Website Indojunkie.com verweisen. Die Seite wird von vier Bloggerinnen betrieben, welche Indonesien verfallen sind. Für Tipps und Anregungen solltet ihr in jedem Fall mal vorbeisehen. Wir haben bis dato die Inseln Bali, Nusa Penida, Lombok, Gili Air und Gili Meno bereist.

Fakten im Überblick

  • Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln und liegt kontinental gesehen sowohl auf der asiatischen, als auch auf der australischen Seite.
  • Die offizielle Landessprache ist indonesisch. Auf den verschiedenen Inseln wird zusätzlich noch eine lokale Sprache gesprochen, wie auf Bali eben balinesisch.
  • Die Hauptreligion auf Indonesien ist der Islam. Entsprechend kleiden solltet ihr euch, wenn ihr die Gilis oder Lombok besucht. Bali ist eine der wenigen Ausnahmen auf Indonesien, welche Hinduistisch ist.
  • Die indonesische Währung heißt „Indonesische Rupiah“ (IDR). 1.000.000 IDR entsprechen etwa 60 €. Da könnt ihr euch also einmal wie ein Millionär fühlen.
  • Bei der Einreise muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate nach dem geplanten Abreisedatum gültig sein.
  • Die beste Reisezeit für Bali ist von Mai bis Oktober, wenn die Trockenzeit einsetzt. Wenn euch andere indonesische Inseln interessieren, müsst ihr euch separat informieren, da sich die Inseln einfach über eine massive Fläche strecken und man das nicht pauschalisieren kann.

Anreise

Es gibt mehrere Internationale Flughäfen. Auf unserer Reiseroute standen Bali (Denpasar) als auch Lombok (Mataram) auf dem Plan. Beide haben einen internationalen Flughafen.

Wenn ihr nicht vorhabt länger als 30 Tage zu bleiben, bekommt ihr kostenlos ein Visa Free Entry. Dieses ist nicht verlängerbar. Solltet ihr länger als 30 Tage bleiben wollen, müsst ihr euch um ein Visa-on-Arrival kümmern, welches 35 $ kostet. Es ist für 30 Tage gültig und um weitere 30 Tage verlängerbar.

Unterkünfte

Auf Bali könnt ihr alles haben: Billige Unterkunft für 5 € die Nacht oder super Luxus für 100 € und mehr. Man bekommt in Indonesien für umgerechnet 50 € die Nacht schon wirklich super schöne Zimmer. Wir hatten in Canggu zum Beispiel für 60 € die Nacht im Doppelzimmer schon einen Privatpool. Wie cool ist das denn?
Man muss allerdings aufpassen, da es vor allem in Bali sehr viele Zimmer mit Schimmel gibt. Ein hoher Zimmerpreis ist leider keine Garantie für ein schimmelloses Zimmer. In Ubud haben wir unsere teuerste Unterkunft gehabt. Eine wunderschöne Anlage für 85 € die Nacht doch die Kissen und Wände waren voller Schimmel. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit entsteht dieser leider sehr oft. Bei einem verschimmelten Raum, müsst ihr definitiv reklamieren.

Auch wenn die Unterkünfte sehr schön angelegt sind, einen Pool haben etc. kann man nicht die Sauberkeit wie in Europa erwarten. Gerade Toiletten und Küchen sehen oftmals nicht wirklich gut aus, darauf muss man sich einstellen.

Unsere Unterkünfte:

BALI:

Canggu: Maylie Bali Bungalows* (Super schöne Bungalow Unterkunft mit lieben Mitarbeitern und Massage Angeboten. Pool vorhanden). Recht abseits, dafür schön ruhig. Nutzung eines Rollers empfohlen.
Canggu: Taman Sari Bali Villas Kerobokan (kleine Wohnung mit Küche und Privatpool. Vor allem das offene Badezimmer hat uns begeistert. Hier gab es eine freistehende Badewanne mit Blick in den Himmel).

Nusa Penida: Bintang Bungalow* (kleine Bungalow Anlage mitten im Nichts. Da es „nur“ Bungalows sind, ist es recht hellhörig, so hört man jeden Morgen die Tiere extrem laut. Super leckeres Essen in der Unterkunft, auch für das Abendessen).
Ubud: Hotel Tjampuhan Spa* (unsere teuerste Unterkunft. Wunderschön gelegen und toller Spa Bereich. Aber Achtung: Das Hotel hat Probleme mit Schimmel, wir konnten reklamieren. Das zweite Zimmer war ein Traum!)

Amed: Oasis* (kleines Hotel, welches direkt am Strand liegt. Frühstück ist lecker, allerdings durch die Bienen nicht im Freien zu genießen)

GILI AIR:

Salili Bungalow* (Liegt direkt am Strand, so kann man auch sein Frühstück am Strand genießen. Wirklich toll!)

LOMBOK:

Hotel Medana Resort (unser schönstes Hotel. Wir waren nur mit einem älteren Pärchen in diesem riesen Resort und hatten den Pool abends immer für uns alleine)

Transport

Es gibt mehrere Transportmöglichkeiten. Ich beschränke mich jetzt mal auf Bali.
Die schnellste, günstigste aber auch gefährlichste Variante ist selbst einen Roller zu mieten. Dafür benötigt ihr einen internationalen Führerschein. Wir haben uns in Lombok einen Roller über unsere Unterkunft gemietet. Das ist meistens teurer als über einen Verleiher, allerdings sind die Motorräder auch besser in Schuss. Das Hotel möchte immerhin einen guten Eindruck hinterlassen, damit man es weiterempfiehlt. Ich wurde mehrmals von den Hotels angesprochen, ob ich denn nicht auf Booking eine positive Bewertung hinterlassen möchte. Das ist mir bisher tatsächlich nur in Indonesien passiert.
Euch sollte bewusst sein, dass die Roller nicht versichert sind. Solltet ihr etwas beschädigen oder der Roller wird entwendet, müsst ihr dafür zahlen.
Die Preise für den Verleih an einem Tag liegen zwischen 50.000 RP und 100.000 RP inkl. Helme. Umso länger ihr den Roller mietet, desto günstiger wird das ganze natürlich. Solltet ihr euch dazu entscheiden selbst zu fahren: In Indonesien herrscht Linksverkehr.

Die bequemere, nicht so spannende und teurere Variante wäre ein Taxi zu nehmen. Das haben wir auf Bali zumindest gemacht, da wir die langen Strecken nicht mit dem Roller fahren wollten. Ich empfehle euch mit dem Taxi Unternehmen „Blue Bird“ zu fahren. Diese Taxis fahren mit Taxameter, dadurch habt ihr alles im Griff.

Dazu gibt es auch eine App, bei der ihr einfach eingeben könnt wo ihr abgeholt und abgesetzt werden möchtet. Die App rechnet euch den ungefähren Preis aus und dann könnt ihr für eine Uhrzeit buchen. Es ist einfach klasse!
Der Nachteil ist, dass Blue Bird Taxi überwiegend im Süden unterwegs ist. Als wir uns östlicher bewegt haben, mussten wir auf private Fahrer umsteigen, welche einen viel höheren Preis angesetzt haben. Wir haben uns anfangs auch ordentlich übers Ohr hauen lassen. Versucht über die Blue Bird App vorher nachzuschauen, was diese für die Fahrt Verlagen würden, dann habt ihr eine bessere Verhandlungsgrundlage.

Dann gibt es noch die App „GO-JEK„, welche vergleichbar mit UBER ist. Bei uns hat die App nicht so richtig funktioniert, wir hätten sie vielleicht vorher zu Hause vorbereiten sollen. Das kommt euch natürlich auch sehr günstig.

Fürs Inselhopping auf die Gillis, Lombok, Nusa Lembongan etc. kann man Schnellboote nutzen. Auch hier ist vor Ort Verhandlungsgeschick oder einfach Glück nötig, denn mit den ausgeschriebenen Preisen muss man sich definitiv nicht zufriedengeben. Zwischen Bali und Lombok als auch von Gili nach Lombok fahren deutlich günstigere Fähren. Die Strecke Bali – Lombok würden wir definitiv mit dem Schnellboot machen, da wir nicht mehrere Stunden auf dem Meer verbringen wollten.

Wäscheservice

In Bali wird an jeder Ecke ein Waschservice angeboten. Wir haben unsere Wäsche zweimal in unserer Unterkunft waschen lassen. Es ist sehr günstig und die Wäsche kommt wenigstens trocken an. Solltet ihr versuchen, eure Kleidung ohne Trockner selbst zu waschen, hängt diese nach drei Tagen immer noch feucht herum (ich spreche aus Erfahrung).
Wenn ihr eure Kleidung waschen lasst, dann notiert unbedingt die Anzahl an Shirts, Hosen, Unterwäsche, etc. damit es später nicht zu bösen Überraschungen kommt.
Manche bieten auch vorgefertigte Formulare an, bei denen man nur noch die Stückzahl angibt.
Das Personal zählt dann auch noch einmal nach und dann seid ihr doppelt abgesichert.

Plastikmüll

Ja, auch wenn Bali und die umliegenden Inseln wirklich traumhaft schön sind, so sind es dennoch absolute Müllhalden. Der Müll wird weggeworfen, wo es passt. In den Wald, auf die Straße und leider auch ins Meer. Gerade in Canggu haben wir viel Müll im Wasser schwimmen sehen. Leider wird das immer mehr und da ist man als Tourist nur noch mehr gefragt. Nehmt keine Plastiktüten an, sondern bringt eure eigenen Stofftaschen mit. Nutzt keine Einwegrasierer und verzichtet auf Plastikstrohhalme. Nehmt euren Müll mit, bis ihr ihn in eurer Unterkunft entsorgen könnt. Es finden regelmäßig Clean Ups statt an denen man sich beteiligen kann. In Canggu haben wir zwei Strand Clean Ups mitbekommen, was wirklich eine super Sache ist.

Unsere persönlichen Favoriten

Balis Kultur
Canggu, Bali
Sedang Gile Wasserfall, Lombok
Crystal Bay, Nusa Penida
Amed, Bali
Schildkröten Auffangstation Serangan
Turtle Heaven, Gili Air (Tauchspot)
die Westküste, Lombok
Rollerfahren

Kosten:

Durchschnittliches Tagesbudget: ca. 35 Euro pro Person (bei zwei Personen) möglich. Wir selbst hatten ein Tagesbudget von ca. 85 Euro pro Person bei 18 Tagen (inklusive Flügen, Unterkünfte, Transport, Touren, Verpflegung, Eintritte und Aktivitäten wie mehrere Tauchgänge). Ihr seht, wir sind deutlich über dem Schnitt, haben aber super viele Touren gemacht, waren Tauchen und sind mehrheitlich Taxi gefahren statt einen Roller zu nehmen.

Aufschlüsselung und Spartipps:

1
Die Unterkünfte
Wie im Eingangspost erwähnt, lässt sich bei den Unterkünften extrem sparen. Man muss natürlich nicht die Wohnung mit Privatpool nehmen (ok, haben wir uns auch für zwei Nächte gegönnt), denn diese ist freilich teuer als ein günstiges Zimmer. Es gibt tatsächlich auch Zimmer für 10 Euro pro Person, diese lassen sich vor Ort aber besser finden als im Internet. Unsere Hotelkosten lagen bei 418,- € pro Person.
2
Transport
Rollerfahren oder Uber & Go-Jek nutzen ist sehr preiswert. Denkt an einen internationalen Führerschein. Für den Transport (Taxis & Bootsfahrten) haben wir stolze 130,- € bezahlt.
3
Touren
Auf Bali und Umgebung findet ihr massenweise Touren, welche ihr buchen könnt. Wer nicht gerne auf eigene Faust erkundet oder nur wenig Zeit hat, ist hier genau richtig. Geführte Touren zu mehreren Orten mit einem eigenen Fahrer sind hier besonders beliebt. Eine geführte Tour zu einem einzelnem Ort würde ich mir sparen. Lieber recherchiert ihr ein wenig und fahrt selbst dort hin, das spart meistens eine Menge Geld. Oft hilft euch das Hotel beim Organisieren. Unser Hotel auf Nusa Penida hat z. B. unseren Schnorchel Trip am Manta Point ganz spontan organisiert, an dem Tag an dem wir abreisen wollten. Super lieb und hilfsbereit. Für Touren, Eintrittsgelder und Aktivitäten haben wir ca. 340,- € pro Person bezahlt.
4
Essen
In Indonesien gibt es sogenannte Warungs. Das sind kleine Straßen-Verkaufsstände. Allerdings werden auch kleine Restaurants so genannt. Warungs sind oft sehr viel günstiger und authentischer als normale Restaurants, hier kann man bereits für einen Euro eine volle Mahlzeit erhalten.

 

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