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  >  Citytrips   >  3 Tage in London

London, die Millionenmetropole hat so viel zu bieten! Kunst, Kultur, Geschichte, Architektur, Bars, Nightlife – die perfekte Stadt für ein langes Wochenende also.
Da der Brexit wahrscheinlich nicht mehr so lange auf sich warten lässt, haben wir beschlossen die Stadt vorher noch zu besuchen. Alex und ich waren beide schon einmal getrennt voneinander in London, nun aber zum ersten Mal miteinander.

Die Anreise ist sehr unkompliziert und es gibt immer wieder sehr günstige Flüge für unter 50 € (zumindest von Deutschland aus, in der Schweiz konnte ich noch keine Schnäppchen entdecken). 

In London bzw. im Umland gibt es mehrere Flughäfen. Die größten 4 sind Heathrow, Gatwick, Stansted und Luton.
Unser Flug ging nach und von Heathrow. Darüber sind wir sehr Dankbar gewesen, denn es gibt einen Heathrow – City Bahn Express, also konnten wir sehr entspannt mit dem Express Zug vom und zum Flughafen fahren.

OYSTER CARD – FLEXIBEL VON A NACH B

London ist riesig! Man kann natürlich den Kern der Stadt zu Fuß erkunden, allerdings hat London noch so viel mehr zu bieten als nur den Buckingham Palace. 

Meine Empfehlung ist die Oyster Card, eine blaue Karte im Scheckkarten Format. Die Karte bekommt man an den Automaten der U-Bahn Haltestellen (Tube Station), bei denen auch die regulären Tickets bezogen werden. Ansonsten könnt ihr die Karte auch an einem Kiosk kaufen.

Wie funktioniert denn nun diese Oyster Card?

Man kann seinen Wunschbetrag auf die Karte aufladen, wie bei einer Prepaid Karte. Wenn man dann mit dem Bus oder der Tube (auch Underground genannt) fährt, wird die Oyster Card statt einem Ticket an ein Lesegerät gehalten um die Schranken zu öffnen. Beim Verlassen der U-Bahn-Station stempelt man aus. Es wird dann berechnet, wie viele Fahrten in Anspruch genommen wurden. Es gibt allerdings eine Obergrenze, und zwar wenn der Preis einer Tageskarte erreicht ist. Ab diesem Zeitpunkt wird nichts mehr vom Guthaben abgezogen, bis ein neuer Tag anbricht.  Die Karte kostet 5 Pfund Pfand, welche man sich auch wieder holen kann. Wir haben unsere Karte für den nächsten Trip behalten. Wird die Karte zurückgegeben dürfen sich nur weniger als £ 10 auf der Karte befinden.

Äußerst praktisch also, zumal in den Bussen nicht mit Bargeld bezahlt werden kann. Entweder man zückt dort seine Kreditkarte mit kontaktlosem Zahlsystem oder eben seine Oyster Card. Mit dem Bus ist es übrigens deutlich günstiger zu fahren als mit der U-Bahn, denn eine Fahrt mit dem Bus kostet pauschal £ 1,50 und damit darf so weit gefahren werden, wie man möchte. Das Zonensystem der U-Bahn gilt hier nicht.

SEHENSWÜRDIGKEITEN: DIE MUST SEES VON LONDON – ODER DOCH NICHT?

Es gibt da diese Klassiker, welche man unbedingt mal gesehen haben muss, wenn man in London ist. Das Problem ist nur, dass jeder diese Sehenswürdigkeiten sehen will. Wirklich jeder. Es gibt extrem lange Schlangen vor den Attraktionen und es ist nicht unüblich über eine Stunde zu warten. Manchmal ist es möglich vorab Express Tickets zu erwerben. Dazu empfehle ich die Website Get you Guide*.

Die Standard Sehenswürdigkeiten wären:

1. Der Big Ben: Der hohe Glockenturm am Palace of Westminster (sehr Sehenswert!) war, zum Zeitpunkt unserer Reise, aufgrund von Restaurationsarbeiten komplett in ein Gerüst gehüllt.  

2. Das London Eye: Das Riesenrad an der Themse. Wenn ihr lange Warteschlangen nicht scheut, könnt ihr euch so einen schönen Blick über die Stadt verschaffen. Wir haben darauf verzichtet, denn die Schlange war nicht nur lang, sondern das Ende nicht mehr in Sicht. 

3. Picadilly Circus: Wer ein wenig Metropolen Feeling braucht, sollte definitiv vorbeischauen. Mit den ganzen gigantischen Leinwänden und Bildschirmen hat das was von New York oder Tokyo. Es gibt hier eine Tube Station und man kann problemlos herfahren.
4. Der Buckingham Palace: Die Residenz der britischen Monarchen muss man auf jeden Fall einmal gesehen haben. Von außen macht sie schon einen guten Eindruck und direkt Gegenüber befindet sich noch das Victoria Denkmal. Zum Zeitpunkt unseres Besuches konnte man tatsächlich auch die Räumlichkeiten des Palastes besuchen. Während der Sommermonate sind diese für einige Wochen geöffnet und erfreuen sich viel Publikum. Ich muss sagen, hier hat es mich schon interessiert, allerdings war die Schlange mal wieder viel zu lang. Ich werde es aber definitiv irgendwann besichtigen wollen.

Von April bis Juli könnt ihr euch um 11:00 Uhr den Wachwechsel am Buckingham Palace anschauen. Dieser geht eine Stunde und es wird extrem voll. Außerhalb dieser Monate gelten andere Zeiten.

5. The Shard: das höchste Gebäude in London misst stolze 305 Meter und hat einen ebenso stolzen Eintrittspreis: Um die 30 € pro Person für die Aussichtsplattform war uns dann doch etwas zu viel. Also haben wir dieses Gebäude auch nur von außen betrachtet.

Ja, was haben wir nun in London getrieben, wenn wir das alles nur von außen und nicht von drinnen gesehen haben?

DIE TOWER BRIDGE

Mein absolutes Lieblingsbauwerk in London: die Tower Bridge. Sie ist einfach unverwechselbar und einzigartig. Die Straßenbrücke verläuft über die Themse und öffnet sich regelmäßig für den Schiffsverkehr. Bei Besichtigung der Brücke hatten wir extrem Glück, denn es war gerade nichts los. Nur eine Handvoll Touristen.
Über die Brücke zu laufen kostet natürlich nichts, allerdings wollten wir mehr zur Historie der Brücke wissen und haben die kostenpflichtige Ausstellung besucht. Es gibt ein Kombi Ticket für die Tower Bridge und das Monument und kostet £ 12, wir haben nur die Tower Bridge sehen wollen und einen Preis von £ 9,80 pro Person bezahlt.

Es ist sehr Interessant und man erfährt auch viel über die Entstehung mit vielen Filmen und spielereien. Es ist sehr für Kinder ausgelegt, also für Familien zu empfehlen. Wenn ihr nicht zu lange anstehen müsst, schaut es euch an. Ansonsten ist die Tower Bridge von außen das wahre Highlight.

DER BOROUGH MARKET – WE LOVE FOOD!

Der Borough Market ist einer der ältesten Lebensmittelmärkte in London. Seit dem 13. Jahrhundert stellen die Leute hier ihr Essen zum Verkauf, denn die Location wurde nie verlegt. Es ist Essen aus aller Welt ausgestellt, sowohl deftig als auch süß. Man kann sich hier richtig durch schlemmen. Für Alex war es das Paradies, er probiert immer gerne neue Geschmäcker aus und wir waren an allen drei Tagen hier essen. Wer auf gutes Essen steht, sollte auf jeden Fall vorbeischauen. 

Wenn wir hier schon beim Thema Essen sind: Wir lieben Englische Pubs. Ich weiß, das Essen ist nicht gerade das gesündeste, aber die Atmosphäre ist unvergleichlich.

Wir können hier vor allem „The Anchor“ empfehlen, hier hat es uns besonders gut gefallen.
Wenn es etwas kühleres sein darf, besucht die Eisdiele „La Gelatiera“, das angeblich beste Eis Londons. Wir haben es kurz vor der Heimreise dorthin geschafft und hatten nur noch Geld für eine Baby Portion. Lecker war sie aber allemal!

NOTTING HILL UND SCHÖNE PARKS

Mit der Underground ging es für uns in den Stadtteil Notting Hill, welcher vor allem durch den gleichnamigen Film mit Julia Roberts bekannt wurde. Das erste, an das die Leute denken, wenn man über Notting Hill spricht, sind die bunten Häuser. Tatsächlich gibt es aber gar nicht so viele davon. Wir haben sie nur in einer Straße gesehen. Überhaupt ist es ein sehr ruhiger und hübscher Stadtteil, es war kaum was los. Uns war nur nicht Bewusst, dass wir die ganze Zeit parallel zur meist besuchten Straße liefen. Als wir einbogen, wurden wir von den Menschenmassen buchstäblich überrannt. Die komplette Straße war mit Antiquitäts Ständen voll und es drängelte sich ein Mensch nach dem anderen. Wir hatten das Gefühl, alle Einwohner Notting Hills haben sich hier versammelt. Es gab einiges zu sehen, wir waren aber froh, als wir den Trubel entkamen.


In dem sonst so ruhigen Stadtteil, steht auch der berühmte Buchladen „The Notting Hill Bookshop“ aus dem Film. Hier war auch einiges los, da viele ein Foto vor dem Store machen wollten. Neben dem Buchladen ist ein Shop von Doughnut time. Ich hatte vorab schon oft gelesen, dass dies die besten Donuts überhaupt seien. Sie sehen auch sehr hübsch aus, sind allerdings auch sehr teuer. Ich war froh, dass ich nur einen kleinen genommen habe, denn ganz ehrlich: So lecker fanden wir den Donut jetzt nicht. Da haben wir schon deutlich besseres gegessen. Noch einmal würde ich dort nicht einkaufen. 
Ansonsten lädt Notting Hill zu gemütlichen Spaziergängen ein. Hier haben wir wirklich schöne Wohnhäuser entdeckt. Wenn ihr Zeit habt, schaut beim Churchill Arms vorbei, einem Pub mit absolutem Wiedererkennungswert durch die ganzen Pflanzen an der Fassade. Zu unserer Enttäuschung gibt es im Pub allerdings asiatisches Essen und wir hatten Lust auf typisches Pub Essen: Burger und Pommes, also mussten wir weiterziehen.  

Wer sich vom Großstadttrubel erholen möchte und das in Notting Hill nicht möglich ist, kann das in einer der vielen Parks machen. Wir waren im St. James Park, bei dem oft zutrauliche Eichhörnchen herumlaufen und sich gerne füttern lassen.

Ansonsten ist der Hyde Park natürlich noch erwähnenswert, einer der größten und bekanntesten Parks der Welt. 

MUSICAL TIME

Special Tipp: London ist eine Musical Stadt, warum nicht also ein Musical besuchen? 
Ich wollte gerne Wicked ansehen, da ich es in Deutschland verpasst habe. Die Karten konnten wir spontan buchen und es waren nicht einmal schlechte Plätze – im Gegenteil – wir saßen noch nie mit so guter Sicht.
Ich muss meine bessere Hälfte ja immer überreden ein Musical zu besuchen, aber auch er fand es wirklich gut. Es ist einfach eine ganze andere Erfahrung, da es ja auch auf Englisch ist. Ich bin immer noch hin und weg und würde jedem Empfehlen, wenn Zeit ist, mal ein paar Stunden abzuschalten.

DIE BAKER STREET

Zum Schluss möchte ich noch auf die berühmte Baker Street verweisen. Wem das jetzt nichts sagt, dem empfehle ich schleunigst ein Sherlock Holmes Buch in die Hand zu nehmen. Einer der Filme oder die klasse Serie „Sherlock“ tun es auch. In der 221b Baker Street gibt es ein Sherlock Holmes Museum. Solltet ihr in der Nähe sen, könnt ihr ja mal vorbeischauen. Wenn ihr euch für Sherlock Holmes interessiert, dann ja vielleicht auch für Jack the Ripper? Es werden viele Touren angeboten, bei dem man einiges über den Ripper von London erfährt und die ehemaligen Tatorte besuchen kann.

Vielleicht nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Für mich als Nerd ist sowas immer sehr spannend! 

Drei Tage in London gingen viel zu schnell vorbei. Ich wollte gerne noch das National Gallery Museum besuchen, wir haben es leider nur von außen gesehen, aber es ist so wahnsinnig beeindruckend. Stonehenge steht natürlich auch hoch im Kurs und ansonsten möchte ich irgendwann eine Reise ganz im Motto von Harry Potter machen.

Es gibt so viele Drehorte, das Gleis 9 3/4 und natürlich die Harry Potter Studios.

Sieht noch nach einer Menge To-Dos aus. Ich hoffe, ich kann London nächstes Jahr noch einmal besuchen.

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